
Fotos: Steffen Prößdorf (CC BY-SA 4.0), Jürgen Matern (CC BY-SA 3.0), bearbeitet
Die Union steckt in der Krise. Umfragen zufolge würde sie im Vergleich zur Bundestagswahl 2025 fast ein Drittel ihrer Stimmen verlieren. Welche Wähler wenden sich ab, was könnte hinter ihrer Abkehr stecken und kann die Union sie zurückgewinnen?
Traut man aktuellen Umfragen, hat die Union seit der Bundestagswahl im Februar 2025 massiv an Rückhalt verloren. Die jüngste INSA-Umfrage sieht CDU und CSU bei nur noch 18 Prozent, gegenüber 28,5 Prozent bei der Bundestagswahl. Damals erhielt die Union rund 14,2 Millionen Zweitstimmen. Bei gleichbleibender Wahlbeteiligung wären es heute nur noch knapp 9 Millionen. Das entspräche einem Verlust von rund 5,2 Millionen Stimmen und damit mehr als einem Drittel ihrer damaligen Wählerbasis. Zugleich läge die Union damit deutlich unter ihrem bisherigen historischen Tiefstand von der Bundestagswahl 2021.
Doch wer sind die Wähler, die sich von der Union abgewandt haben? Was unterscheidet sie von den verbliebenen Anhängern, welche Motive könnten hinter ihrer Abkehr stehen und wohin haben sie sich politisch orientiert? Antworten darauf liefert die Panelbefragung der German Longitudinal Election Study (GLES) seit der Bundestagswahl 2025, bei der dieselben Personen über einen längeren Zeitraum wiederholt befragt werden. So lassen sich Veränderungen im Wahlverhalten auf individueller Ebene nachvollziehen. Die jüngste verfügbare Erhebungswelle stammt aus dem April 2026. Die Daten sind damit zwar bereits einige Monate alt, bieten aber die aktuellste verfügbare Grundlage, um die Wählerabwanderung nachzuzeichnen. Neuere Daten dürften das Ausmaß der Verluste besser erfassen, nicht aber zwangsläufig die grundlegenden Muster der Abwanderung verändern.
Die Daten erlauben zwar keine unmittelbaren kausalen Rückschlüsse auf die Gründe der Wählerabwanderung von der Union, liefern jedoch Anhaltspunkte für mögliche Motive. Ihr primärer Erkenntniswert liegt darin, Unterschiede zwischen den Abwanderungsgruppen hinsichtlich ihrer politischen Selbstverortung, Parteipräferenzen und politischen Einstellungen sichtbar zu machen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Union Wähler in unterschiedliche politische Richtungen verliert. Insbesondere die zur AfD abgewanderten Wähler unterscheiden sich in vielerlei Hinsicht sowohl von den verbliebenen Unionswählern als auch von den Wählern, die an die politische Mitte verloren wurden. Der Versuch, diese Wähler durch programmatische Annäherung zurückzugewinnen, birgt daher einen strategischen Zielkonflikt: Er könnte verbliebene Unionswähler entfremden und zugleich die politische Anschlussfähigkeit der Union in der Mitte gefährden.
Ein Blick auf die Wählerwanderungen zeigt zunächst, wohin sich die ehemaligen Wähler von CDU und CSU orientiert haben. Von denjenigen, die bei der Bundestagswahl 2025 CDU oder CSU gewählt hatten, wollten im April 2026 nur noch 70,2 Prozent erneut für die Union stimmen. 7,7 Prozent der damaligen Unionswähler würden inzwischen die AfD wählen, 3,9 Prozent die SPD und 2,3 Prozent die Grünen. Kleinere Anteile entfallen auf die FDP (2,1 Prozent), die Linke (1,0 Prozent) und das BSW (0,8 Prozent). Eine überraschende Gruppe der Abgewanderten bilden zudem die Unentschlossenen. 8,1 Prozent der Unionswähler von 2025 geben im April 2026 an, noch nicht zu wissen, welche Partei sie bei der nächsten Bundestagswahl wählen würden.
Wohin hat die Union seit der Bundestagswahl Wähler verloren?
Im Folgenden wird untersucht, inwiefern sich die von der Union abgewanderten Wähler hinsichtlich ihrer politischen Einstellungen und soziodemografischen Merkmale von den verbliebenen Unionswählern (n = 1.590) unterscheiden. Aufgrund begrenzter Fallzahlen ist eine separate Betrachtung aller Abwanderungsgruppen nur schwer möglich. Die Analyse konzentriert sich daher auf drei Gruppen: ehemalige Unionswähler mit einer aktuellen Wahlpräferenz für die AfD (n = 195), Unentschlossene (n = 199) sowie Wähler, die inzwischen zur SPD oder zu den Grünen tendieren (n = 148). Letztere werden aufgrund ihrer politischen und soziodemografischen Ähnlichkeiten zu einer gemeinsamen Gruppe zusammengefasst.
Aus soziodemografischer Perspektive zeigen sich zwischen den verbliebenen Unionswählern und den drei Abwanderungsgruppen einige deutliche Unterschiede. Besonders ausgeprägt sind diese beim Alter: Während 57 Prozent der verbliebenen Unionswähler mindestens 65 Jahre alt sind, liegt dieser Anteil unter den zu SPD oder Grünen Abgewanderten nur bei 52 Prozent. Auch die zur AfD Abgewanderten und die Unentschlossenen sind deutlich jünger. Unterschiede zeigen sich zudem bei der Geschlechterverteilung: Während verbliebene Unionswähler und AfD-Abgewanderte mehrheitlich männlich sind, überwiegen unter den zu SPD oder Grünen Abgewanderten (56 Prozent) und den Unentschlossenen (62 Prozent) die Frauen.
Beim Bildungsniveau fallen die Unterschiede geringer aus. Lediglich die zur AfD Abgewanderten verfügen etwas seltener über das Abitur. Deutlicher sind die Einkommensunterschiede: Während 36 Prozent der verbliebenen Unionswähler in Haushalten mit einem monatlichen Nettoeinkommen unter 2.500 Euro leben, sind dies unter den Wählern, die die Union verlassen haben, oft fast die Hälfte.
Auch beim Erwerbsstatus zeigen sich Unterschiede: Unter den verbliebenen Unionswählern ist der Rentneranteil vergleichsweise hoch, während unter den Abgewanderten und insbesondere den Unentschlossenen mehr Erwerbstätige zu finden sind. Hinsichtlich der subjektiven Schichtzugehörigkeit ordnen sich verbliebene Unionswähler und zu SPD oder Grünen Abgewanderte überwiegend der Mittelschicht zu, während sich AfD-Abgewanderte und Unentschlossene leicht häufiger der Unter- oder Arbeiterschicht zurechnen.
Regional fallen die Unterschiede geringer aus. Unter den AfD-Abgewanderten ist der Anteil ostdeutscher Befragter etwas höher. Unentschlossene leben häufiger in Großstädten, während AfD-Abgewanderte und verbliebene Unionswähler etwas häufiger im ländlichen Raum wohnen.
Wer bleibt, wer geht? Soziodemografische Merkmale
Entscheidender ist allerdings, wie sich die von der Union abgewanderten Wähler in ihren politischen Einstellungen unterscheiden und wie sich diese im Zeitverlauf entwickelt haben. Besonders deutlich werden die Unterschiede bei der Bewertung von Friedrich Merz. Während die verbliebenen Unionswähler ihn im April 2026 auf einer Skala von −5 bis +5 mit durchschnittlich +2,0 Punkten bewerten, fällt das Urteil unter den zur AfD Abgewanderten mit −2,1 deutlich negativ aus. Auch die Unentschlossenen bewerten ihn kritisch (−1,4), während die zu SPD oder Grünen Gewechselten mit +0,4 noch leicht positiv urteilen. Interessant ist allerdings, dass sich diese Unterschiede erst im Zeitverlauf herausgebildet haben. Im Februar 2025, zum Zeitpunkt der Wahl, bewerteten die späteren AfD-Wechsler Merz mit +2,0 noch fast so positiv wie die verbliebenen Unionswähler (+2,4). Erst seitdem ist ihre Bewertung stark eingebrochen. Die späteren Unentschlossenen (+0,7) und die zu SPD oder Grünen Gewechselten (+0,3) standen ihm dagegen bereits vor der Wahl ähnlich kritisch gegenüber wie heute.
Ein anderes Muster zeigt sich bei der Zufriedenheit mit der Bundesregierung. Am unzufriedensten sind im April 2026 die AfD-Abgewanderten (−3,3), gefolgt von den Unentschlossenen (−1,9) und den zu SPD oder Grünen Gewechselten (−0,4). Doch bereits unmittelbar nach dem Regierungsantritt im Mai 2025 fiel die Bewertung unter den AfD-Wechslern deutlich schlechter aus als in den übrigen Gruppen. Seither ist die Zufriedenheit überall zurückgegangen, besonders stark jedoch unter den AfD-Abgewanderten. Auch die Regierungsarbeit von CDU/CSU wird von ihnen inzwischen am negativsten beurteilt, nachdem sie diese anfangs noch annähernd neutral bewertet hatten. Unter den Unentschlossenen fällt das Urteil mittlerweile ebenfalls deutlich negativ aus, während die zu SPD oder Grünen Gewechselten hier etwas schlechter, aber noch annähernd neutral urteilen. Bei der Regierungsarbeit der SPD fällt auf, dass diese von den zu SPD oder Grünen Abgewanderten noch vergleichsweise positiv bewertet wird, während die AfD-Wechsler besonders unzufrieden sind. Unter den verbliebenen Unionswählern sind die Bewertungen dagegen erwartungsgemäß deutlich stabiler geblieben und liegen weiterhin überwiegend im positiven Bereich.
Merz und die Bundesregierung im Zeitverlauf
Auch bei der Bewertung der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lage zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den Gruppen. Im April 2026 bewerten rund 75 Prozent der zur AfD abgewanderten Unionswähler die allgemeine wirtschaftliche Lage als schlecht, gegenüber etwa der Hälfte der verbliebenen Unionswähler und der zu SPD oder Grünen Gewechselten. Auch die Unentschlossenen urteilen mit rund 65 Prozent überwiegend negativ. Besonders ausgeprägt ist der wirtschaftliche Pessimismus: 68 Prozent der AfD-Abgewanderten erwarten eine weitere Verschlechterung der allgemeinen Lage, gegenüber 52 Prozent der Unentschlossenen, 44 Prozent der zu SPD oder Grünen Gewechselten und 32 Prozent der verbliebenen Unionswähler. Dagegen unterscheiden sich die Gruppen bei der Bewertung ihrer aktuellen persönlichen wirtschaftlichen Lage kaum. Auch mit der Funktionsweise der Demokratie sind die AfD-Abgewanderten deutlich häufiger unzufrieden (54 Prozent) als die übrigen Gruppen. Ein Blick auf den Zeitverlauf zeigt allerdings, dass viele dieser Unterschiede bereits vor der Bundestagswahl bestanden. Schon damals bewerteten die späteren AfD-Wechsler die wirtschaftliche Lage deutlich negativer und waren wesentlich unzufriedener mit der Demokratie. Während diese Unterschiede weitgehend stabil blieben, hat sich der wirtschaftliche Pessimismus in allen Gruppen verstärkt, besonders deutlich jedoch unter den AfD-Abgewanderten. Auch beim Gerechtigkeitsempfinden hat sich der Abstand vergrößert: Der Anteil der AfD-Wechsler, die die gesellschaftlichen Verhältnisse als ungerecht empfinden, war bereits im Mai 2025 mit 54 Prozent sehr hoch und stieg auf 67 Prozent.
Wirtschaftliche Lage, Gerechtigkeit und Demokratie im Zeitverlauf
Die zur AfD abgewanderten Unionswähler scheinen nicht nur eine diffuse Unzufriedenheit mit der CDU/CSU aufzuweisen, sondern mittlerweile auch eine genuine Präferenz für die AfD entwickelt zu haben. Das zeigt ein Blick auf die Bewertungen einzelner Parteien und Politiker. Sie bewerten die AfD deutlich positiv und wesentlich besser als die CDU/CSU. Auch Alice Weidel erhält in dieser Gruppe eine positive Bewertung, während Friedrich Merz klar negativ gesehen wird. Dies spricht dafür, dass die Abwanderung zur AfD nicht allein Ausdruck allgemeinen Protests ist, sondern auch mit einer positiven Hinwendung zur Partei und ihrer Führung zusammenhängt. Unter den übrigen Gruppen wird die AfD dagegen ausgesprochen negativ bewertet. Ehemalige Unionswähler, die nun zu SPD oder Grünen abgewandert sind, weisen ein eher politisch-moderates Bewertungsprofil auf und beurteilen die CDU/CSU weiterhin vergleichsweise positiv. Auch SPD und Grüne werden als Parteien in dieser Gruppe erwartungsgemäß positiv bewertet. Unter den Unentschlossenen wird die Union noch leicht positiv bewertet, während die meisten anderen Parteien und Politiker hier deutlich schlechter abschneiden.
Bewertung von Parteien und Politikern
Bereits diese Zahlen deuten darauf hin, dass zwischen den verschiedenen Wählergruppen, die die Union verloren hat, deutliche politische Unterschiede bestehen. Diese werden auch sichtbar, wenn man ihre Positionierung auf verschiedenen politischen Dimensionen vergleicht. Auf der klassischen Links-Rechts-Achse verorten sich die verbliebenen Unionswähler mit einem Wert von 5,5 relativ mittig. Die zur AfD abgewanderten Wähler positionieren sich mit 6,0 weiter rechts, während die zu SPD oder Grünen Gewechselten mit 4,9 weiter links liegen. Beide Gruppen befinden sich damit in etwa gleichem Abstand zu den verbliebenen Unionswählern, allerdings in entgegengesetzte politische Richtungen. Ehemalige Unionswähler, die derzeit unentschlossen sind, liegen mit einem Wert von 5,2 hingegen sehr nahe an den verbliebenen Unionswählern.
Links-Rechts-Selbsteinstufung
Deutlicher werden die Unterschiede, wenn man statt der allgemeinen Links-Rechts-Selbstverortung die Positionen der Gruppen in zentralen politischen Konflikten betrachtet. Dazu zählen die Einschränkung von Zuwanderung, der Umfang des Sozialstaats, die Priorisierung von Klimaschutz gegenüber Wirtschaftswachstum sowie die Verschärfung der Sanktionen gegen Russland und Waffenlieferungen an die Ukraine. In allen fünf Fragen liegen die verbliebenen Unionswähler, die zu SPD oder Grünen Abgewanderten und die Unentschlossenen vergleichsweise nah beieinander, während sich die zur AfD Abgewanderten deutlich von ihnen unterscheiden. Besonders ausgeprägt sind die Unterschiede in der Russland- und Ukrainepolitik: Ehemalige Unionswähler, die inzwischen zur AfD tendieren, sprechen sich wesentlich stärker für eine Lockerung der Sanktionen gegen Russland und gegen Waffenlieferungen an die Ukraine aus. Die übrigen drei Gruppen befürworten dagegen deutlich häufiger einen härteren Kurs gegenüber Russland und die militärische Unterstützung der Ukraine. Auch bei der Zuwanderung, dem Umfang des Sozialstaats und dem Verhältnis von Klimaschutz und Wirtschaftswachstum vertreten die AfD-Abgewanderten deutlich restriktivere beziehungsweise wirtschaftspolitisch stärker nach rechts orientierte Positionen. Allerdings fallen die Unterschiede hier weniger stark aus. Die verbliebenen Unionswähler, die Unentschlossenen und die zu SPD oder Grünen Abgewanderten vertreten in diesen Fragen insgesamt moderatere und relativ ähnliche Positionen. Interessant ist auch, dass die ehemaligen Unionswähler, die nun unentschlossen sind, in fast allen Fragen der verbliebenen Unionswählerschaft sehr ähneln.
Positionen zwischen zwei Polen
Ähnliche Muster zeigen sich bei der Zustimmung zu weiteren, konkreteren politischen Sachfragen. Besonders deutlich wird dies erneut bei der Frage, ob sich Deutschland mit Hilfen für die Ukraine zurückhalten sollte. Dies befürworten rund 64 Prozent der zur AfD abgewanderten Unionswähler, aber nur etwa 20 bis 27 Prozent der übrigen drei Gruppen. Auch einer Erhöhung der Verteidigungsausgaben und einer aktiveren Rolle Deutschlands in der Weltpolitik stehen sie deutlich skeptischer gegenüber als die verbliebenen Unionswähler und die zu SPD oder Grünen Abgewanderten. Letztere befürworten beide Maßnahmen vergleichsweise häufig. Die Unentschlossenen liegen bei den Verteidigungsausgaben zwischen den Gruppen, ähneln bei der Frage nach einer aktiveren deutschen Außenpolitik jedoch eher den AfD-Abgewanderten.
Deutliche Unterschiede zeigen sich auch bezüglich Fragen der Haushaltspolitik. Die zur AfD abgewanderten Unionswähler lehnen zusätzliche Schulden für Infrastruktur und Klimaschutz besonders häufig ab und stehen einer Lockerung der Schuldenbremse deutlich skeptischer gegenüber als die übrigen Gruppen. Die verbliebenen Unionswähler und die zu SPD oder Grünen Abgewanderten sind dagegen offener für zusätzliche Schulden, insbesondere im Bereich der Verteidigung. Hier befürworten jeweils rund 60 bis 65 Prozent eine Ausnahme von der Schuldenbremse, gegenüber etwa 37 Prozent der AfD-Abgewanderten. Auch die generelle Lockerung der Schuldenbremse findet unter den zu SPD oder Grünen Gewechselten etwas mehr Zustimmung, bleibt insgesamt aber in allen Gruppen umstritten. Besonders deutlich unterscheiden sich die AfD-Abgewanderten zudem bei der Frage, ob die Grundgesetzänderung zur Schuldenbremse noch vom alten Bundestag hätte beschlossen werden dürfen. Während sie dies mehrheitlich kritisieren (rund 63 Prozent), teilt nur etwa ein Viertel der verbliebenen Unionswähler und der zu SPD oder Grünen Gewechselten diese Einschätzung. Auch bei der Globalisierung und der weiteren Integration internationaler Märkte zeigen sich die AfD-Abgewanderten deutlich skeptischer. Die verbliebenen Unionswähler und die zu SPD oder Grünen Gewechselten bewerten beide Aspekte hingegen häufiger positiv, während die Unentschlossenen eher zwischen diesen Gruppen liegen.
Bei sozial- und verteilungspolitischen Fragen ergibt sich dagegen ein heterogeneres Bild, wobei die Unterschiede zwischen den Gruppen insgesamt geringer ausfallen. Bei der Forderung nach einer deutlichen Absenkung des Bürgergeldes zeigen sich noch relativ klare Abstufungen: Die zur AfD Abgewanderten stimmen mit rund 72 Prozent am häufigsten zu, die zu SPD oder Grünen Gewechselten mit etwa 33 Prozent am seltensten, während die verbliebenen Unionswähler und die Unentschlossenen dazwischenliegen. Ein ähnliches, wenn auch weniger ausgeprägtes Muster zeigt sich bei der Besteuerung hoher Einkommen und der Regulierung von Mieten, wobei hier die zu SPD oder Grünen Abgewanderten stärker für staatliche Eingriffe eintreten. Bei der grundsätzlichen Rolle des Staates in der Wirtschaft weichen hingegen erneut die zur AfD Abgewanderten deutlicher von den übrigen Gruppen ab: Sie sprechen sich mit rund 36 Prozent häufiger für eine stärkere Zurückhaltung des Staates aus als die anderen Gruppen, in denen die Zustimmung bei etwa 17 bis 21 Prozent liegt. Bei anderen Fragen, etwa der Anhebung des Rentenalters oder der Unterstützung Bedürftiger angesichts der Inflation, liegen die Gruppen dagegen näher beieinander.
Zustimmung zu Aussagen über Sachfragen
Bei Einstellungen, die sich weniger auf konkrete Sachfragen als auf die Politik und die Funktionsweise der Demokratie im Allgemeinen beziehen, treten die Unterschiede zwischen den Gruppen besonders deutlich hervor. Die zur AfD abgewanderten Unionswähler weisen wesentlich stärker ausgeprägte populistische Einstellungen auf. So stimmen rund 93 Prozent von ihnen der Aussage zu, dass Politiker zu viel reden und zu wenig handeln, gegenüber ebenfalls hohen 73 bis 88 Prozent in den übrigen Gruppen. Deutlich größer sind die Unterschiede bei der Forderung, dass das Volk die wichtigsten politischen Entscheidungen selbst treffen sollte: Dem stimmen rund 60 Prozent der AfD-Abgewanderten zu, aber nur etwa 25 bis 35 Prozent der übrigen Gruppen. Auch bei Volksabstimmungen als letztem Wort und der Forderung, dass das Parlament dem Volkswillen folgen sollte, liegt die Zustimmung unter AfD-Abgewanderten deutlich höher. Besonders ausgeprägt sind die Unterschiede beim Gefühl, politisch und gesellschaftlich abgehängt zu sein. Rund 54 Prozent der AfD-Abgewanderten geben an, ihre Meinung nicht frei äußern zu können, gegenüber lediglich etwa 15 bis 18 Prozent in den übrigen Gruppen. Auch dass ihre wirtschaftliche Lage zu wenig Beachtung finde oder ihre persönlichen Werte nicht ausreichend berücksichtigt würden, beklagen sie wesentlich häufiger. Die verbliebenen Unionswähler, die zu SPD oder Grünen Gewechselten und die Unentschlossenen liegen hier meist näher beieinander. Besonders groß ist schließlich der Unterschied bei der Frage nach einer Zusammenarbeit mit der AfD: Während rund 88 Prozent der AfD-Abgewanderten Gesetze auch mit Stimmen der AfD befürworten, liegt die Zustimmung unter den verbliebenen Unionswählern bei rund 44 Prozent, unter den Unentschlossenen bei etwa 43 Prozent. Bei den zu SPD oder Grünen Gewechselten liegt die Zustimmung lediglich bei 31 Prozent.
Zustimmung zu Aussagen über Politik und Demokratie
Die populistischeren Einstellungen der AfD-Wechsler spiegeln sich auch in ihrem deutlich geringeren Vertrauen in politische und gesellschaftliche Institutionen wider. Besonders ausgeprägt ist das Misstrauen gegenüber dem Bundestag und der Bundesregierung, denen rund 66 beziehungsweise 75 Prozent dieser Gruppe wenig oder überhaupt nicht vertrauen. Auch dem Bundesverfassungsgericht und dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk bringen sie deutlich weniger Vertrauen entgegen. Die verbliebenen Unionswähler und die zu SPD oder Grünen Abgewanderten weisen dagegen ein vergleichsweise hohes Institutionenvertrauen auf, während die Unentschlossenen meist dazwischenliegen. Eine Ausnahme bilden Polizei und Bundeswehr, denen auch unter den AfD-Abgewanderten rund 56 beziehungsweise 49 Prozent weitgehend oder voll und ganz vertrauen.
Vertrauen in Institutionen
Insgesamt verdeutlicht die Analyse, dass hinter den Verlusten der Union politisch sehr unterschiedliche Wählergruppen stehen. Besonders die zur AfD abgewanderten Unionswähler unterscheiden sich politisch deutlich sowohl von der verbliebenen Unionswählerschaft als auch von den in die politische Mitte abgewanderten Wählern. Sie vertreten insbesondere in der Außen- und Sicherheitspolitik, aber auch bei Fragen der Zuwanderung, der Haushaltspolitik und der Globalisierung deutlich abweichende Positionen. Hinzu kommen eine wesentlich stärkere Unzufriedenheit mit der Regierung und der Funktionsweise der Demokratie, ausgeprägtere populistische Einstellungen und ein geringeres Vertrauen in politische Institutionen. Zudem bewerten sie die AfD und ihre Führung inzwischen positiv. Die zu SPD oder Grünen Abgewanderten stehen den verbliebenen Unionswählern dagegen in vielen Sachfragen weiterhin relativ nahe, auch wenn sie Merz und die Bundesregierung kritischer beurteilen. Ähnliches gilt für die Unentschlossenen, die sich in ihren politischen Positionen häufig kaum von den verbliebenen Unionswählern unterscheiden, aber deutlich unzufriedener mit Merz und der Regierung sind.
Offen bleibt, ob sich diese Unterschiede erst seit der Bundestagswahl herausgebildet haben oder bereits zuvor bestanden. Wie sich die politischen Einstellungen innerhalb der verschiedenen Abwanderungsgruppen seit der Wahl verändert haben, zeigen zwei weitere Abbildungen im Anhang. Wie oben bereits diskutiert, waren einige Unterschiede schon vor der Wahl erkennbar, insbesondere in einer niedrigeren Demokratiezufriedenheit und einer negativeren Einschätzung der wirtschaftlichen Lage. Auch in vielen weiteren Fragen unterschieden sich die späteren AfD-Wechsler bereits damals von den verbliebenen Unionswählern: Sie bewerteten die AfD und Alice Weidel positiver, waren deutlich offener für Gesetze mit AfD-Stimmen, vertrauten politischen Institutionen weniger und vertraten insbesondere in der Außen- und Sicherheitspolitik abweichende Positionen. Während einige dieser Unterschiede weitgehend stabil blieben, haben sich andere weiter verstärkt. So verbesserten sich die Bewertungen der AfD als Partei und von Alice Weidel als Politikerin, das Vertrauen in politische Institutionen nahm weiter ab und die Ablehnung von Waffenlieferungen an die Ukraine wurde ausgeprägter. Besonders stark verschlechterten sich zudem, wie bereits gezeigt, die Bewertungen von Friedrich Merz und der Union sowie die wirtschaftlichen Zukunftserwartungen. Unter den zu SPD oder Grünen Abgewanderten und den Unentschlossenen blieben die politischen Positionen dagegen vergleichsweise stabil und lagen bereits vor der Wahl näher an denen der verbliebenen Unionswähler.
Die Ergebnisse liefern damit Anhaltspunkte für unterschiedliche Muster der Abwanderung. Bei den AfD-Wechslern könnte insbesondere die Enttäuschung über Friedrich Merz, dessen Bewertung seit der Bundestagswahl regelrecht eingebrochen ist, eine Rolle gespielt haben. Allerdings dürfte die Abwanderung nicht allein auf die Person Merz zurückzuführen sein: Bereits vor der Wahl unterschied sich diese Gruppe in ihren politischen Einstellungen substanziell von den übrigen Unionswählern. Diese Unterschiede haben sich seitdem teilweise weiter verstärkt. Die Abwanderung zur AfD könnte somit den Wegbruch eines bereits zuvor politisch stärker rechtskonservativ orientierten Wählersegments widerspiegeln. Bei den zu SPD oder Grünen Abgewanderten scheint dagegen eher die Unzufriedenheit mit der Regierungsarbeit eine Rolle zu spielen. Zumindest ähneln ihre politischen Einstellungen und Präferenzen zu zahlreichen Sachfragen weiterhin stark denen der verbliebenen Unionswähler.
Nachdem untersucht wurde, an welche Parteien die Union Wähler verloren hat und wie sich diese politisch unterscheiden, stellt sich abschließend die Frage, inwieweit die abgewanderten Wähler für die Union weiterhin erreichbar sind. Damit verbunden ist die Frage, ob ihre Rückgewinnung eine programmatische Neupositionierung der Partei erfordern würde und welche Zielkonflikte sich daraus im Verhältnis zu anderen Wählergruppen und der bestehenden Wählerbasis ergeben könnten.
Ein erster Anhaltspunkt für die mögliche Rückgewinnung ehemaliger Unionswähler ist, wie positiv oder negativ sie die CDU/CSU weiterhin als Partei bewerten. Dazu wird auf einer Skala von −5 bis +5 erhoben, wie stark die Befragten die Union ablehnen oder ihr zugeneigt sind. Positive Werte können dabei als Hinweis auf eine weiterhin bestehende Sympathie für die Partei und eine grundsätzliche Offenheit gegenüber einer erneuten Wahl interpretiert werden. Dabei zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den Abwanderungsgruppen. Besonders hoch ist der Anteil derjenigen, die der Union weiterhin positiv gegenüberstehen, unter den ehemaligen Unionswählern, die inzwischen zu SPD oder Grünen tendieren. In dieser Gruppe liegt er bei 73 Prozent. Unter den zur AfD Abgewanderten bewertet dagegen nur noch knapp die Hälfte (48 Prozent) die Union positiv. Die andere Hälfte scheint sich trotz ihrer Wahlentscheidung von 2025 inzwischen deutlich von der Partei entfremdet zu haben. Noch geringer ist der Anteil unter den Unentschlossenen, von denen lediglich 37 Prozent die Union weiterhin positiv bewerten. Die Ergebnisse deuten damit darauf hin, dass insbesondere unter den zu SPD oder Grünen Abgewanderten weiterhin eine grundsätzliche Offenheit gegenüber der Union besteht. Unter den AfD-Wechslern ist die Entfremdung dagegen deutlich stärker ausgeprägt, was die Rückgewinnung eines großen Teils dieser Wähler erschweren dürfte.
Wen kann die Union zurückholen?
Ein möglicher Grund für diese Unterschiede in der Rückgewinnbarkeit ehemaliger Unionswähler liegt in ihrer politischen Distanz zu den wahrgenommenen Positionen der Union in wichtigen Politikfeldern. Um diese zu untersuchen, werden die eigenen Positionen der verschiedenen Gruppen in drei zentralen Sachfragen mit ihrer jeweiligen Wahrnehmung der CDU/CSU-Position verglichen. Größere Abstände könnten dabei auf eine geringere programmatische Übereinstimmung mit der Union hindeuten. Über alle drei Fragen hinweg zeigt sich insbesondere unter den zur AfD abgewanderten Unionswählern eine große Distanz zur wahrgenommenen Parteiposition. Besonders deutlich wird dies bei der Zuwanderung: Auf einer Skala von 1 (Zuwanderung erleichtern) bis 7 (Zuwanderung einschränken) positionieren sich die AfD-Wechsler mit durchschnittlich 6,5 sehr weit auf der restriktiven Seite, während sie die Union lediglich bei 4,7 verorten. Damit nehmen sie die CDU/CSU nicht nur als deutlich weniger restriktiv wahr als sich selbst, sondern schätzen deren Position auch moderater ein als alle anderen Gruppen. Ein ähnliches Muster zeigt sich beim Sozialstaat und beim Verhältnis von Klimaschutz und Wirtschaftswachstum, wo ebenfalls größere Abstände zwischen den eigenen Präferenzen und der wahrgenommenen Unionsposition bestehen. Unter den zu SPD oder Grünen Abgewanderten und den Unentschlossenen fällt die wahrgenommene Distanz zur Unionsposition dagegen immer wesentlich geringer aus. Auch die verbliebenen Unionswähler sehen die CDU/CSU in ihren politischen Positionen sehr nahe an den eigenen Vorstellungen.
Wo die Gruppen stehen und wo sie die Union sehen
Bislang konzentrierte sich die Analyse auf diejenigen Wähler, die bei der Bundestagswahl 2025 noch CDU oder CSU gewählt haben, sich inzwischen aber von der Union abgewandt haben. Das mögliche Wählerpotenzial der Union beschränkt sich jedoch nicht auf die Rückgewinnung ehemaliger Anhänger. Auch unter den Wählern anderer Parteien gibt es Menschen, die der CDU/CSU grundsätzlich positiv gegenüberstehen und damit zumindest potenziell für sie erreichbar sein könnten. Um dieses breitere Wählerpotenzial zu untersuchen, wird die Perspektive daher umgekehrt: Betrachtet werden nun alle Befragten, die im April 2026 nicht die Union wählen wollen, diese aber positiv bewerten. Anschließend wird untersucht, wie sich diese Gruppe auf die aktuellen Wahlabsichten verteilt.
Dabei zeigt sich zunächst, dass ehemalige Unionswähler von 2025, die inzwischen zu anderen Parteien tendieren, nur einen vergleichsweise kleinen Teil des gesamten Wählerpotenzials ausmachen. Das größte Wählerpotenzial findet sich unter den heutigen SPD-Wählern. Sie machen rund ein Viertel aller Nicht-Unionswähler aus, die der CDU/CSU positiv gegenüberstehen. Weitere 15 Prozent entfallen auf aktuelle Wähler der Grünen. Auch unter den FDP-Wählern besteht mit rund 9 Prozent weiteres Potenzial, wobei die Ergebnisse aufgrund der geringen Fallzahlen mit Vorsicht zu interpretieren sind. Auf die heutigen AfD-Wähler entfällt dagegen nur knapp ein Fünftel des Wählerpotenzials der Union, weitere 9 Prozent auf die Unentschlossenen. Die Ergebnisse verdeutlichen damit, dass das Wählerpotenzial der Union nicht allein in der Rückgewinnung verlorener Stimmen liegt, sondern zu einem erheblichen Teil auch unter Wählern, die bereits 2025 andere Parteien unterstützt haben.
Wo das Potenzial der Union heute steckt
Für die programmatische Ausrichtung der Union ergibt sich aus diesen Befunden ein strategischer Zielkonflikt. Die zur AfD abgewanderten Unionswähler unterscheiden sich in zentralen politischen Einstellungen deutlich von der verbliebenen Unionswählerschaft und den zu SPD oder Grünen abgewanderten Wählern. Besonders in der Außen- und Sicherheitspolitik, aber auch bei Fragen der Zuwanderung und Wirtschaftspolitik vertreten sie abweichende Positionen. Zugleich nehmen sie die Union selbst, etwa in der Migrationspolitik, als deutlich moderater wahr als alle anderen Gruppen und als sie sich selbst positionieren. Hinzu kommt, dass viele von ihnen inzwischen nicht nur Friedrich Merz und die Bundesregierung negativ bewerten, sondern der AfD und ihrer Führung ausdrücklich positiv gegenüberstehen. Eine Rückgewinnung dieser Wähler durch programmatische Annäherung dürfte daher schwierig sein und könnte erhebliche Positionsverschiebungen erfordern, ohne dass damit zwangsläufig eine erneute Wahl der Union verbunden wäre.
Eine solche Annäherung wäre zudem mit Risiken verbunden. Die verbliebenen Unionswähler sowie die zu SPD oder Grünen Abgewanderten vertreten in vielen Sachfragen vergleichsweise ähnliche Positionen. Eine stärkere Orientierung an den Präferenzen der AfD-Wähler könnte daher Teile der bestehenden Wählerbasis entfremden und die Rückgewinnung von Wählern der politischen Mitte erschweren.
Dieser Zielkonflikt reicht jedoch über die Rückgewinnung ehemaliger Unionswähler hinaus. Eine stärkere programmatische Annäherung an die AfD könnte auch neue Wähler aus deren Lager ansprechen. Ein erheblich größerer Teil des zusätzlichen Wählerpotenzials findet sich allerdings unter heutigen Wählern von SPD, Grünen und FDP. Diese stehen den AfD-Wählern ebenso wie die aktuellen Unionswähler in zentralen politischen Einstellungen deutlich ferner. Eine stärkere Ausrichtung auf das Wählerlager rechts der Union könnte mögliche Zugewinne dort somit durch Verluste unter den aktuellen Unionswählern sowie durch geringere Chancen auf die Rückgewinnung und Gewinnung von Wählern der politischen Mitte aufwiegen.
Die folgenden Abbildungen zeigen für alle weiteren Fragen, wie dieselben Unionswähler sie um die Bundestagswahl 2025 und im April 2026 beantwortet haben, gruppiert nach ihrer Wahlabsicht im April 2026. Liegen die Linien schon bei der Wahl weit auseinander, gab es den Unterschied bereits damals; laufen sie erst danach auseinander, ist er seither entstanden.
A1: Bewertungen und Positionen – vor der Wahl und heute
A2: Zustimmung und Vertrauen – vor der Wahl und heute
1 Die Wechslergruppen umfassen nur rund 110 bis 200 Befragte; Unterschiede von wenigen Prozentpunkten oder Skalenpunkten sind daher nicht belastbar.
Methodik. Daten: GLES Panel, Welle 34 (23. März bis 7. April 2026), verknüpft mit der Stimme derselben Personen bei der Bundestagswahl 2025 (Wellen 30 und 31) und den Profilwellen (Soziodemografie, Gewichte). Basis sind alle Befragten der Welle 34, deren Stimme bei der Bundestagswahl 2025 bekannt ist (n = 10.111), darunter 2.326 Unionswähler. Gruppen: bleibt bei CDU/CSU n = 1.590, zu SPD/Grünen n = 148, zur AfD n = 195, unentschieden n = 199. Gewichtet mit den Profilgewichten der GLES-Stichproben, angepasst an das amtliche Ergebnis der Bundestagswahl 2025 einschließlich Nichtwählern (ohne ungültige Stimmen). Der Zeitverlauf nutzt zusätzlich die Wellen 32 (Mai 2025) und 33 (November 2025). Wahlabsicht ist nicht Wahlverhalten; die Fallzahlen der Wechslergruppen sind klein, Unterschiede von wenigen Prozentpunkten daher nicht belastbar. Die Profilgewichte gleichen Alterung und Panelausfälle nicht vollständig aus; Ältere sind überrepräsentiert.
Daten: GLES Panel (GESIS), Bundeswahlleiterin. Grafiken: Julius Kölzer.